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Der Maibaum

Die Tradition einen Maibaum aufzustellen geht nachvollziehbar bis ins 16. Jahrhundert zurück. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Maibaum fester Bestandteil der südbayrischen Gemeinden und Städte. Brauchtumsgemäß wird ein Wettstreit benachbarter Dörfer durchgeführt. Dabei kommt es immer auf den größten und schönsten Baum an. Höhen über 30 Meter sind keine Seltenheit. Der Maibaum wird mancherorts mit Rinde aufgestellt. In Oberbayern ist er geschält und weiß/blau angestrichen.

Die Bäume werden mit geschnitzten Figuren und Zunftzeichen örtlicher Handwerker geschmückt. Ein Spruch, der die Einigkeit des aufstellenden Ortes bezeugt, wird gut sichtbar angebracht. Gemeinschaftssinn ist insbesondere bei der Aufstellung des Baumes von größter Wichtigkeit. Viele Burschen des Ortes sind nämlich erforderlich um den Baum in einen senkrechten Stand zu bringen. Dabei sollte unter keinen Umständen technisches Hilfsmittel herangezogen werden. Das Aufstellen erfolgt mit jeweils zwei Stangen (sogenannten Schwaibeln),  die von den Burschen gegen den Baum gedrückt werden. Es vergehen durchaus zwei Stunden bis der Baum ordentlich steht. Maibaumstehlen und -einlösen: Der Maibaum wird nach seinem Schlagen zum Ort der Aufstellung gebracht. Dort lagert er bis zum Aufrichten.  Er wird Tag und Nacht in wechselnder Schicht von den Burschen des Ortes  gut bewacht. Klappt die Bewachung nicht  vorzüglich, kann es sein, dass der  Nachbarort die Gunst der Stunde nutzt und den Baum entwendet. Dann wird zur  Auslöse viel Bier und eine üppige Brotzeit fällig.

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