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Augustiner-Chorherrenstift Herrenchiemsee

Museum im Augustiner-Chorherrenstift auf Herrenchiemsee

Um 1130 errichtete Erzbischof Konrad von Salzburg auf dem Platz einer Benediktiner-Abtei ein Augustiner-Chorherren-Stift (Kloster), das erst 1803 aufgehoben wurde. König Ludwig II. ließ sich nach dem Erwerb der Herreninsel 1873 im ehemaligen Kloster Privat-Wohnräume einrichten, die er bewohnte, wenn er zur Besichtigung der Schlossbaustelle auf der Insel weilte. Im Speisezimmer wurde 1948 vom Verfassungskonvent die Konzeption des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland erarbeitet.

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Die heutigen ehemaligen Klostergebäude wurden im Stil des Barock errichtet. Vier Gebäudeflügel umschließen einen Innenhof mit dem idyllischen Rosengarten: Im Osten der Konventstock, im Westen der Bräuhausstock, im Süden der repräsentative Fürstenstock und im Norden der Prälaturstock (1730). Höhepunkte der Museumsbesichtigung sind der barocke Bibliothekssaal von Joh. Baptist Zimmermann, die Wohnräume König Ludwigs, das sog. "Verfassungszimmer", in dem der Verfassungskonvent 1948 tagte und die sehr originell gestaltete Dokumentation der unmittelbaren Nachkriegszeit in Bayern.

Quelle: Chiemseeagenda und Chiemsee Verlag / 04.02.2008

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